Das Abenteuer Singapur ist zu Ende

Die Weltpremiere der „Youth Olympic Games“ ist beendet. Jetzt habe ich nach zwei Wochen in Singapur wieder deutschen Boden unter den Füßen. Zusammen mit den Teilnehmern des dsj-Workcamps und den Jugend-Olympianationalmannschaften von Belgien, Kroatien und der Slowakei habe ich am Flughafen Frankfurt/Main das Flugzeug verlassen.

Das Abenteuer Olympische Jugendspiele ist vorbei. Es gibt Momente, da kann ich immer noch nicht fassen, dass ich dabei war. Jetzt kommt die Zeit, wo man das Erlebte erst einmal Revue passieren lassen muss.

Große Abschlussfeier

13 Tage dauerten die Olympische Jugendspiele mit 3.600 jungen Athleten und 20.000 Helfern. Am Donnerstag erlebte ich die große Abschlussveranstaltung dieser Spiele, die wie die Eröffnungsfeier, auf der weltgrößten Seebühne in Marina Bay stattfand. Die Skyline von Marina Bay bildete wiederum eine traumhafte Kulisse.

Wie nach dem bisherigen Verlauf der Spiele nicht anders erwartet, war die Abschlussveranstaltung spektakulär und gigantisch. In einer zweistündigen Zeremonie erlebten wir eine Show mit vielen bunten Lichteffekten, Tanz, Musik und ein knallbuntes Feuerwerk. Alle 3.600 Athleten standen auf der Bühne und wurden in die Abschlussveranstaltung integriert, denn es waren ja ihre Spiele, die Spiele der 14- bis 18Jährigen.

2014 in China

Das Staatsoberhaupt von Singapur, S. R. Nathan, und der Präsident des IOC, Jacques Rogge, bedankten sich in einer Rede vor den 27.000 Zuschauern bei den Athleten und Helfern für eine gelungene Premiere der Veranstaltung.

Mit dem Ertönen der IOC-Hymne wurde der „Staffelstab“ an die chinesische Stadt Nanying weitergegeben, in der 2014 die nächsten „Youth Olympic Games“ ausgetragen werden. Begleitet vom Feuerwerk erlosch die Olympische Flamme unter dem Beifall der Athleten und Zuschauer. Die 1. Olympischen Jugendspiele wurden für beendet erklärt.

Alle Athleten werden genauso wie ich, mit vielen Erlebnissen und neuen Erfahrungen im Gepäck Singapur verlassen haben. Viele neue Freundschaften sind entstanden, Kulturen und Menschen anderer Länder wurden kennen gelernt. Das „Culture and Education Programme“, was einen Schwerpunkt der Spiele darstellte, hat in hohem Maße dazu beigetragen.

Zukunft geschaffen

Eine Zukunft für die „Youth Olympic Games“ wurde im Staatstadt Singapur geschaffen. Das Konzept des IOC war zu einem hohen Prozentsatz aufgegangen, Schwachstellen wurden registriert. Vier Jahre bleibt Zeit, um diese zu beheben.

Aber der völkerverbindende Olympische Gedanke wurde von Singapur aus in die Welt getragen. Für die Athleten wird es eine Motivation sein, weiter zielstrebig zu trainieren, um vielleicht einmal die „großen“ Olympischen Spiele zu erleben.

Als Botschafter zurück

Es war eine tolle Idee der Deutschen Sportjugend, auch jungen Menschen zwischen 18 und 24 Jahren, die sich ehrenamtlich im Sport engagieren, im Rahmen eines Workcamps die Teilnahme an diesem sportlichen Event zu ermöglichen.

Auch wir als „Ehrenamtler“ haben am Freitag um 23.05 Uhr neben vielen Andenken und Souvenirs im Gepäck und mit einer hohen Motivation für unsere zukünftige Arbeit den Stadtstaat in Südostasien verlassen. Wir haben die Idee der „Youth Olympic Games“ als „Botschafter“ mit nach Deutschland gebracht.

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Impressionen von den „1. Youth Olympic Games“

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Samstag, 28. August 2010

Samstag, 28. August 2010, 05.18 Uhr, Flughafen Frankfurt/Main. Nach 2 Wochen Singapur und einem aufregendem 12stündigen Flug habe ich wieder deutschen Boden unter den Füßen. Nach den YOG wird wohl auch dieser Flug in Erinnerung bleiben. Wann hat man schon mal die Möglichkeit, zusammen mit einer belgischen Athletin, seinen Geburtstag in 12.000m Höhe zu feiern, und das auch noch 6 Stunden früher als in Deutschland.

Mit einem lachenden und weinenden Auge verließ ich in Frankfurt das Flugzeug. Tolle Erlebnisse und Erfahrungen, die ich in den nächsten Tagen ersteinmal verarbeiten muss, habe ich im Gepäck.

In den nächsten Tagen wird es auf dieser Seite noch viel von den „1. Youth Olympic Games“ in Singapur zu lesen geben.

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Freitag, 27. August 2010

Der Rückflug rückt näher. Nach einer eher kurzen Nacht packte ich am Morgen die Koffer. Während die deutsche Jugend-Olympiamannschaft schon auf dem Weg zum Flughafen war, schnappte ich mir ein Taxi in Richtung Orchard Road, der Einkaufsmeile von Singapur, um noch ein paar Eindrücke und Souvenirs von Singapur und den YOG zu sammeln. Mit diesem im Gepäck, ging es dann zur letzen Busfahrt in Richtung YMCA Metropolitan Hotel.

Am Nachmittag wurde dann unser dsj-Workcamp von allen Beteiligten noch einmal reflektiert. Jeder konnte sich positiv aber auch kritisch und mit Verbesserungsvorschlägen über die 2 Wochen in Singapur äußern. Das positive überwiegte bei allen Beteiligten, auch bei mir. Gern würden alle noch ein wenig in Singapur verweilen.

Am Abend hieß es dann Abschied nehmen. Um 23:05 Uhr hob der Lufthansa Flug 779 mit dem IOC-Vizepräsidenten und DOSB-Präsident, Dr. Thomas Bach, Mannschaftsmitgliedern von Belgien, Kroatien, der Slowakei und uns in Richtung Frankfurt/Main ab.

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Donnerstag, 26. August 2010

Heute war der letzte volle Tag in Singapur. An diesem hatte ich noch einmal ein straffes Tagesprogramm vor mir.

Am Vormittag ging es mit dem Rest der Workcamp-Teilnehmer zum Besuch der „German European School Singapore“, eine Schule in der überwiegend Kinder von deutschen Auswanderern unterrichtet werden. In Singapur leben, wohnen und arbeiten Menschen verschiedener Nationen. Deshalb gibt es dort auch viele verschiedene Schulen.

Vor Ort wurden wir vom Direktor, Herrn Steininger, begrüßt. Als erstes schafften wir uns bei einem Rundgang einen Überblick, was die Schule alles zu bieten hat. Der Schulkomplex ist sehr modern eingerichtet und natürlich klimatisiert – in der einen oder anderen Ecke kann man sich schnell mal eine Erkältung einfangen. 1.250 Schüler werden derzeit unterrichtet.

Für mich war interessant, wie die Meinung der Schüler zu den  YOG in Singapur ist, weil ich diese neben vielen anderen auch nach Deutschland mitnehmen möchte. Wir hatten die Möglichkeit, uns mit einer elften Klasse über das Thema auszutauschen. Viele Schüler haben sich positiv geäußert, andere wurden Opfer der Ticketverkaufs-Problematik und einige wenige interessieren die Spiele nicht. Aber der überwiegende Teil freut sich, die Jugendspiele vor Ort in Singapur begrüßen zu dürfen.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Schule ging es dann für eine kurze Verschnaufpause zurück ins Hotel.

Am Nachmittag ging es dann relativ zeitig zur Abschlussveranstaltung nach Marina Bay. Ein zeitiges kommen hat uns gute Plätze gesichert.

Völlig Erwartungsvoll habe ich mich gefragt, wie Spektakulär wird die Abschlussveranstaltung diesmal? Kann die Eröffnungsveranstaltung übertrumpft werden? Um 19:30 Uhr ging die Show los, natürlich mit viel Musik, Tänzen und einem bunten Feuerwerk, welches sich durch die komplette Show zog. Alle Sportler liefen gemeinsam und teilweise bunt gemischt auf die Bühne ein. Sie wurden in die Show mit eingebunden, da sie ja die Hauptakteure der YOG waren. Nach einer 2stündigen Show, einer Dankesrede für alle Beteiligten durch den Präsidenten Singapurs, S. R. Nathan, sowie IOC-Präsident Jaques Rogge, wurde der „Staffelstab“ an die chinesische Stadt Nanjing weitergegeben, wo 2014 die nächsten Jugendspiele stattfinden. Unter einem lauten und kunterbunten Feuerwerk und einer beeindruckenden Skyline von Marina Bay erlosch das Feuer der „1. Youth Olympic Games“. Wie schon erwartet, war auch die Abschlussveranstaltung eine spektakuläre Show aus dem modernen und kulturellen Singapur an der Seebühne von Marina Bay, welche wohl bei allen nie in Vergessenheit geraten wird.

Am Abend feierten dann alle noch die „1. Youth Olympic Games“ und eine kurze Nacht sollte folgen.

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Die „1. Olympischen Jugendspiele“ sind Geschichte

Die „1. Olympischen Jugendspiele“ sind beendet. Am gestrigen Abend erlosch die Olympische Flamme in Marina Bay.

Auch für mich wird eine tolle und erlebnisreiche Reise zu Ende gehen. Morgen früh 05:30 Uhr (MESZ) werde ich in Frankfurt/Main wieder deutschen Boden unter den Füßen haben.

In den nächsten Tagen gibt es hier weitere Infos von meiner Singapur-Reise.

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Mittwoch, 25. August 2010

Heute stand der vorletzte Wettkampftag bei den YOG in Singapur auf dem Programm. Natürlich wollte ich diesen noch einmal zum Besuch eines Wettkampfes nutzen. Da die Leichtathletikwettbewerbe schon beendet sind, musste ich mir eine Alternative suchen.

Aber bevor es soweit war, standen am Vormittag noch einige Seminare und Workshops auf dem Programmplan. Bereits nach dem Frühstück starteten wir mit einer Workshop-Session „Ökonomische Aspekte der Olympischen Jugendspiele“. In großen und kleinen Gruppen wurde über viele Aspekte angeregt diskutiert und am Ende den gesamten Teilnehmern präsentiert.

Am späten Nachmittag ging es dann zum „International Convention Centre“, wo die Handball-Finalspiele stattfanden. Als ich vor Ort angekommen bin, war ich überrascht wie gut gefüllt die Halle war. Im 1. Finalspiel standen sich die Frauenteams von Dänemark und Russland gegenüber. In einem spannenden und Stimmungsvollen Finale konnte das Team aus Dänemark nach großem Kampf mit 28:26 Toren den Titel gewinnen. Auffallend war, dass fast die komplette Halle das Team aus Nordeuropa anfeuerte.

Im 2. Finalspiel des Abends standen sich die Männermannschaften von Ägypten und Korea gegenüber. Nach einem ausgeglichen Spiel bis zur Halbzeitpause, gewannen die Ägypter am Ende souverän mit 35:25 und holten den Olympiasieg.

Ein stimmungsvoller Finalabend mit viel Spannung und Action ging zu Ende.

Die YOG sind fast vorbei. Morgen werde ich hoffentlich noch eine spektakuläre Abschlussfeier auf der Seebühne in Marina Bay sehen.

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Dienstag, 24. August 2010

Heute stand für mich ein besonderer und auch spannender Tag auf dem Programm. Ich hatte heute mal die Freiheit, mich von der Gruppe des dsj-Workcamps abzusetzen. Diese nutze ich natürlich, um der Einladung des U18-Bundestrainers, Jörg Peter zu folgen – ein Ausflug mit dem gesamten DLV-Team in Singapur.

Am Vormittag begab ich mich mit dem Bundestrainer Wurf, Joachim Lipske, auf eine kleine Endeckungstour durch Singapur, bevor wir am frühen Nachmittag den gesamten DLV-Tross auf dem Mount Faber, der höchsten Erhöhung von Singapur trafen. Von dort ging es dann mit einer Seilbahn nach Sentosa. Sentosa ist eine Freizeitinsel, unweit von Singapur zum Baden, Spazieren und Sport treiben. Nach einer 20minütigen Seilbahnfahrt, mit blick auf dem riesigen Hafen von Singapur, haben wir dann die Insel erreicht. Nach einer kurzen Orientierungstour ging es dann in Richtung Strand, an dem sich alle von den letzen anstrengenden Tagen erholen konnten und es sich auch verdient hatten. Unser Ziel hieß Tangjong Beachclub, eine Location, in der am Abend auch die „dsj-Youth Night“ stattfand.

Nach einer Abkühlung im Meer stand für die DLV-Athleten auch die Abschlussbesprechung der letzten Wettkampftage auf dem Programm. Für mich als Gast war das Resümee der „1. Youth Olympic Games“ natürlich besonders interessant –  mit 5 Medaillen im Gepäck und 80prozentiger Qualifikation für das A-Finale kann man zufrieden sein. Ich hatte an dem Tag auch die Möglichkeit, mir eine Meinungsbildung unter allen Athleten über die YOG einzuholen. Alle DLV-Starter sind begeistert von diesem Event in Singapur. Es gab keine negativen Statements, was ich natürlich mit nach Deutschland nehmen werde.

Am Abend stand dann noch die dsj-Youth-Night im Tangjong-Beachclub, auf der Insel Sentosa. auf dem Programm. Hier fanden sich alle Athleten, Trainer, Betreuer, prominente Gäste und natürlich auch ich bei einem wunderschönen Ambiente noch einmal zusammen, um die letzen Tage sacken zu lassen. Zwischen angeregten Gesprächen und einem leckren Büfett konnte man zwischendurch auch eine Abkühlung im Pool oder direkt vor der Tür liegenden Meer nehmen.

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Montag, 23. August 2010

Wie ich schon einige Tage in Singapur erlebt habe, begann auch die neue Woche mit einem vollen Seminar und Workshop-Programm am frühen Vormittag. Als Thema stand in meiner Seminargruppe, in der die Nachwuchsfunktionäre sind, das Selbstmanagement an. Nach 3 Stunden angeregter Diskussion war der erste Teil des Tages beendet.

Am Nachmittag hatten wir dann einen ganz besonderen Gast bei uns im Hotel. Der Präsident des DOSB und Vizepräsident des IOC, Dr. Thomas Bach, hat uns zusammen mit seiner Frau einen Besuch abgestattet. Wie alle anderen Gäste, stand auch er uns in einer Talkrunde Rede und Antwort. Ich ließ es mir natürlich nicht nehmen, ihn auf die Ticketverkaufsproblematik anzusprechen. „Die Veranstalter haben das Interesse unterschätzt“, äußerte sich Bach. „Viele Karten wurden vom Staat aufgekauft, an Schulen und Sponsoren verteilt. Wenn diese kein Interesse haben, bleiben auch leider die Plätze frei“, so der IOC-Vizepräsident.

Ausverkaufte Wettkampfstätten mit vielen leeren Sitzplätzen wird wohl eins von sehr wenigen Negativerlebnissen sein, die ich mit nach Deutschland nehme. Eine über einstündige Gesprächsrunde mit Dr. Thomas Bach bildete den Höhepunkt des Tages. Nach dem Gespräch war ich in vielen Dingen etwas schlauer und auch davon überzeugt, dass die Jugendspiele eine Zukunft haben.

Am Abend des Tages habe ich dann noch die letzen Entscheidungen der Leichtathletik-Finals verfolgt und unseren deutschen Startern besonders die Daumen gedrückt.

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Finale Tag 3 – Erfolgreicher Abschluss für DLV-Team

Am letzten Tag der YOG in Singapur konnten die deutschen Athleten noch eine Medaille bejubeln. Sonja Mosler konnte mit der Staffel der Europaauswahl als Starterin über die 300m-Strecke die Bronzemedaille erkämpfen.

Einen undankbaren vierten Platz erreichte Felix Franz. 51,60sec reichten leider nicht für einen Podestplatz.

Ebenfalls Medaillenlos blieb Jonas Efferoth. Sein Wettkampf wurde durch starken Regen erschwert. Mit einer Höhe von 4,85m landete er ebenfalls auf Platz 4.

Bereits am frühen Vormittag hatte Hanna Klein über 1000m ihr Finale. Mit einer Zeit von 2:51,40min erreichte sie einen guten 7. Platz.

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